www.literaturliste.ch • «Schweizer Literatur» nach Erscheinungsdaten

Vgl. auch: Wikipedia: Liste Schweizer Schriftsteller

1788

  • Ulrich Bräker (1735–1798): Lebensgeschichte und Natürliche Ebenteuer des Armen Mannes im Tockenburg
    • Die Autobiografie eines Bauern, der weit herum gekommen ist.
    • Was hat Bräker am Erfolg im Leben gehindert?

1837

  • Jeremias Gotthelf (1797–1954): Der Bauern-Spiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben
    • Als Autobiographie ausgegebene Geschichte eines Armen, vom Leben als «Verdingbub», der von Hof zu Hof als Arbeitskraft «verdingt» (sozusagen vermietet) wird, bis zum Erwachsensein.
    • Was ist im Titel mit «Spiegel» gemeint? Wieso war der Roman so erfolgreich? Worauf soll der Roman aufmerksam machen?

1838

1841

1842

  • Jeremias Gotthelf (1797–1954): Die schwarze Spinne
    • In einem bäuerlichen Dorf wütet die «schwarze Spinne» und bringt Tod und Verderben.
    • Wofür steht die «schwarze Spinne»? Wie steht es mit Schuld und Verantwortung?

1843

1849

1850

1854–1880

1856

  • Gottfried Keller (1819–1890): Die Leute von Seldwyla I (Novellen):
    • Romeo und Julia
    • Spiegel das Kätzchen
    • Die drei gerechten Kammmacher

1873

1875

  • Gottfried Keller (1819–1890): Die Leute von Seldwyla II (Novellen): Kleider machen Leute

1876

1877

1878

1882

1883

1886

1906–1909

1907

1908

  • Robert Walser (1878–1956): Der Gehülfe
    • Der Erzähler wird als Bürohilfskraft bei einem erfolglosen Erfinder in einer Villa eingestellt. Er begleitet seinen Niedergang. Wieso bleibt der «Gehülfe» beim Erfinder? Wieso greift er nicht ein?

1909

  • Robert Walser (1878–1956): Jakob von Gunten
    • Ein Junge in einem sich auflösenden Internat. Wie zeigt sich die Entwicklung Jakobs?

1917

1925

1926–1975

1930

  • Friedrich Glauser (1896–1938): Gourrama. Ein Roman aus der Fremdenlegion
    • Ein Mann beschreibt das Leben als Fremdenlegionär in der Wüste Marokkos.
    • Was wusste Friedrich Glauser über die Fremdenlegion?

1936–1941

  • Friedrich Glauser (1896–1938): Kriminalromane um Wachtmeister Studer
    • Wachtmeister Studer versucht einen Mord aufzuklären, an dessen Aufklärung nicht einmal die Angehörigen interessiert sind.
    • Wie weit passt das Bild des Wachtmeister Studers zum Klischee eines Detektiven? Hat Studer Fehler oder Schwächen?

1939

  • Cécile Ines Loos (1883–1959): Der Tod und das Püppchen
    • Kindheit eines Pflegekindes in einer Anstalt. Trotz schwieriger Umstände wird aus dem Mädchen eine selbständige Frau.
    • Wodurch wird die Selbständigkeit des Mädchens bewahrt?

1941

1944–1954

  • Ludwig Hohl (1904–1980): Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung

1946–1961

  • Max Frisch (1911–1991): Graf Öderland. Eine Moritat in zwölf Bildern

1949

1950

  • Friedrich Dürrenmatt (1921–1990): Der Richter und sein Henker
    • Ein Kriminalkommissar wird mit einer alten Geschichte konfrontiert.
    • Wer gewinnt?

1952

1954

  • Max Frisch (1911–1991): Stiller
    • Ein Mann und seine Identität (Beginn: «Ich bin nicht Stiller»!).
    • Sind Stiller und White derselbe Mensch? Was wollen sie?
  • Meinrad Inglin (1893–1971): Urwang
    • Am Schicksal eines Bergtals, das in einem Stausee ertränkt wird, zeigt Inglin den immer noch aktuellen Konflikt zwischen Natur und Technik auf.

1956

  • Friedrich Dürrenmatt (1921–1990):
    • Die Panne. Eine noch mögliche Geschichte
      • Ein Reisender trifft auf pensionierte Juristen, die mit ihm gemeinsam ein Spiel spielen: Sie richten über sein bisheriges Leben.
      • Ist der Reisende schuldig? Was ist der Unterschied zu einem Krimi? Welche Versionen des Schlusses der Erzählung gibt es noch (Hörspiel, Bühnenfassung)?
    • Der Besuch der alten Dame

1957

  • Max Frisch (1911–1991): Homo Faber
    • Ein rationaler Mann verliebt sich in seine ihm unbekannte Tochter, die kurz darauf ums Leben kommt.
    • Was bedeutet «Homo Faber» (lat.)? Wer leidet an der Geschichte Fabers alles? Wer ist schuld?

1958

1959

  • Otto F. Walter (1928–1994): Der Stumme
    • Ein stummer Sohn versucht, wieder mit seinem Vater Kontakt aufzunehmen.
    • Was ist das erste, das der Stumme wieder rufen kann? Wie wirken die verschiedenen Erzähl-Perspektiven?
    • Kritik NZZ, 7./8. März 2009 (RTF)

1961

1964

  • Peter Bichsel (*1935): Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen
    • 21 Geschichten aus dem Alltag.
    • Haben die beschriebenen Personen Wünsche? Was tun sie zu ihrer Erfüllung? Ist etwas besonderes an der Sprache? Könnten die Geschichten auch in einem anderen Land spielen? Zu einer anderen Zeit?

1968

  • Clemens Mettler (*1936): Der Glasberg
    • Freie Assoziationen mit eingestreuten Teilen von Realität.
    • Wie geht das Märchen, auf das der Titel anspielt, weiter?

1969

  • Adolf Muschg (*1934): Mitgespielt
    • Kriminalroman aus dem Umfeld einer Schulklasse
    • Wieso der Titel?

1971

  • Max Frisch (1911–1991): Wilhelm Tell für die Schule

1972

1974

  • Ernst Burren (*1944): Schueukommission und andere Mundartstücke
  • Niklaus Meienberg (1940–1993):
    • Reportagen aus der Schweiz
    • Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. (1974)
      • Der Autor untersucht die offizielle Erschiessung eines «Landesverräters» in der Schweiz während dem Zweiten Weltkrieg.
      • Ist der Begriff «Reportage» zutreffend? Wo liegen die Sympathien des Autors? Ist der Text «objektiv»; will er das sein?

1975

1976

  • Hermann Burger (1942–1989): Schilten. Schulbericht zuhanden der Inspektorenkonferenz

1977

  • Niklaus Meienberg (1940–1993): Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.
    • Der Autor untersucht die offizielle Erschiessung eines «Landesverräters» in der Schweiz während dem Zweiten Weltkrieg.
    • Ist der Begriff «Reportage» zutreffend? Wo liegen die Sympathien des Autors? Ist der Text «objektiv»; will er das sein?
  • Fritz Zorn (1944–1976): Mars
    • «Ich bin jung, reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein»: Der krebskranke Autor erzählt seine Lebensgeschichte, die er für seinen zu erwartenden Tod verantwortlich macht.
    • Was ist der Antrieb des Autors zum Schreiben?

1979

1980

1981

  • Ernst Burren (*1944): D Nacht vor dr Prüefig (Erzählungen)
  • Franz Hohler (*1943): Der Granitblock im Kino und andere Geschichten für Kinder

1982

  • Jürg Federspiel (1931–2007): Die Ballade von der Typhoid Mary
    • Eine junge Emigrantin (Mary) reist nach New York und steckt andere Menschen mit Typhus an, ohne selbst zu erkranken.
    • Was ist eine Ballade?
  • Eveline Hasler (*1938): Anna Göldin, letzte Hexe
    • Die Geschichte der letzten in der Schweiz als «Hexe» zum Tode verurteilten Frau.
    • Wer ist woran schuld?

1983

  • Hugo Loetscher (1929–2009): Der Waschküchenschlüssel und andere Helvetica (Neuausgabe: Der Waschküchenschlüssel oder Was – wenn Gott Schweizer wäre)
    • Kurzgeschichten aus der Schweiz.
    • Werden in den Geschichten nur Klischees behandelt?
  • Beat Sterchi (*1949): Blösch
    • «1983 erschienen und dieses Jahr [2007] endlich gelesen. Zweimal.» (Kuno Launer, Züri West, Sonntagszeitung, 23.12.2007)

1984

  • Markus Werner (*1944): Zündels Abgang
    • Nacherzählung vom (freiwilligen?) Abgang eines Mannes.
    • Wieso geht Zündel ab? Was könnte ihn aufhalten? Wer oder was trägt die Schuld an Zündels Abgang?

1988

  • Hans Boesch (1926–2003): Der Sog
    • Ein Junge erzählt vom Leben zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem Schweizer Dorf in Grenznähe.
    • Könnte die Geschichte so auch von einem Erwachsenen erzählt werden?

1989

  • Thomas Hürlimann (*1950): Das Gartenhaus
    • Ein älteres Ehepaar gefährdet die eigene Beziehung nach dem Tod des Sohnes.
    • Woran scheitern die beiden beinahe? Welche Rolle übernimmt das Gartenhaus?
  • Kuno Raeber (1922–1992): Sacco di Roma / Wirbel im Abfluss (1989)
    • Manfred Papst in NZZ am Sonntag, Literaturbeilage, 29. Mai 2011: «Er arbeitet mit Sprachkaskaden, die einen ungeheuren Sog entwickeln. Am überzeugendsten tut er das im Roman «Wirbel im Abfluss» (1989), einem Weltuntergangs-Spektakel, das ursprünglich unter dem Verleger-Titel «Sacco di Roma» erscheint. Man kann die damaligen Nöte Egon Ammanns verstehen: «Wirbel im Abfluss» kann unfreiwillig komisch klingen. «Sacco di Roma» wirkt unverfänglicher und zudem gebildet, deckt aber nur einen kleinen Teil des Romangeschehens ab. Dieses nämlich konzentriert sich keineswegs auf die Plünderung Roms durch deutsche Landsknechte im Jahr 1527, sondern fährt mit der Kulturgeschichte von zwei Jahrtausenden Karussell. Man hat diesen Roman übrigens immer wieder gern als möglicherweise genial, aber unlesbar taxiert, weil er auf 270 Seiten ohne Punkt auskommt. Er ist aber durchaus strukturiert und keineswegs schwer zu lesen. Man muss nur etwas Neugier mitbringen und ihm eine Chance geben!»

1990

  • Milena Moser (*1963): Gebrochene Herzen oder Mein erster bis elfter Mord

1991

1992

  • Markus Werner (*1945): Bis bald
    • Ein Mann steht vor der Entscheidung seines Lebens. Sie fällt ihm nicht leicht.
    • Wieso fällt der Entscheid so aus, wie er ausfällt? Was gibt es für Gründe? Was gäbe es für Gründe, um sich anders zu entscheiden?
  • Urs Widmer (*1938): Der blaue Siphon
    • Ein Mann kehrt – als Erwachsener – plötzlich in die Welt seiner Kindheit zurück, während er – als Kind – plötzlich die Gegenwart erlebt.
    • Welche Möglichkeiten eröffnet die Grundgeschichte?

1993

Ab 1993

1994

  • Ruth Schweikert (*1965): Erdnüsse. Totschlagen (Erzählungen)
    • Verschiedene Kurztexte.
    • Gehören die erzählten Geschichten in eine bestimmte Zeit, an einen bestimmten Ort?

1995

1996

1997

  • Martin Suter (*1948): Small World
    • Ein Mann erinnert sich bei zunehmender Demenz (Alzheimer-Erkrankung) plötzlich an Ereignisse aus seiner frühesten Kindheit. Einigen scheint das überhaupt nicht zu passen.

1998

  • Eveline Hasler (*1938): Die Wachsflügelfrau
    • Der ersten Frau, die in Zürich Jus studierte, wurde der Beruf als Juristin verweigert.
    • Worauf spielt «Wachsflügelfrau» an? Wann haben die Frauen in der Schweiz dass Stimm- und Wahlrecht erhalten?
  • Tim Krohn (*1965): Quatemberkinder und wie das Vreneli die Gletscher brünnen machte
  • Peter Stamm (*1963): Agnes
    • Ein Mann schreibt für seine neue Bekanntschaft die Geschichte, die er gerade mit ihr erlebt. Irgendwann fallen Gegenwart und Beschriebenes ineinander.
    • Was bewirkt die Liebe, was die Geschichte?

1999

2001

  • Urs Faes (*1947): Und Ruth
    • Ein Mann erinnert sich an die Zeit als Schüler in einem Internat.
  • Christoph Simon (*1972): Franz oder Warum Antilopen nebeinander laufen
    • «Ich war Gymnasiast und kiffte. Ich kam aus dem Kiffen gar nicht mehr heraus, und wenn ich nicht gerade eine Socke missbrauchte, die Klasse wiederholte oder bei den Eltern im Lerchenfeld das Bewusstsein verlor, dann kiffte ich […].» (Anfang)

2002

2003

  • Ernst Halter (*1938): Die Stimme des Atems. Wörterbuch einer Kindheit

2004

2005

  • Jürg Amann (*1947): Wind und Weh. Abschied von den Eltern
  • Gerhard Meier (1917–2008): Ob die Granatbäume blühen
    • Abschiedsmonolog des Autors an seine verstorbene Frau Dorli: «Diese Gartenschuhe stelle ich manchmal ein bißchen zur Seite, um herangewehtes Laub wegzuwischen, Halme, trockene Erde. Dann stelle ich sie wieder hin, deine Schuhe, unter den Tisch mit den zu kurzen Beinen, auf dem sich immer noch die goldfarbene Schuhschachtel befindet, voller Wäscheklammern, mit denen du Bettzeug, Tischtücher, Hemden festgemacht hast an der Leine im Schuppen, auch an jener im Freien.»

2006

  • Peter Stamm (*1963): An einem Tag wie diesem
    • Ein Mann sucht nach seiner ehemaligen Geliebten, begegnet sich dabei aber immer wieder selber.

2007

  • Ernst Halter (*1938): Über Land. Aufzeichnungen, Erinnerungen

2008

  • Peter Stamm (*1963): Wir fliegen (Erzählungen)
    • «Wie sich fragile Seelen durch das Reich der Zufälle tasten, das ihr Dasein ausmacht, davon berichtet Peter Stamm. Alle Geschichten streifen Ungreifbares, stecken voller Süchte und Sehnsüchte, Gefahren und Tücken. Der so geheimnisvoll zu erzählen weiss und dabei die Hinterhältigkeit alltäglicher Situationen aufdeckt, ist ein aufrührender Deuter heutiger Versuche, sich im Leben einzurichten.» (Beatrice von Matt in NZZ, 5.4.2008)

2009

  • Arno Camenisch (*1978): Sez Ner

2010