www.literaturliste.ch • «Schweizer Literatur» nach Autor/-in

Vgl. auch: Wikipedia: Liste Schweizer Schriftsteller

Jürg Amann (*1947)

  • Ikarus (1998)
  • Mutter töten (2003)
  • Wind und Weh. Abschied von den Eltern (2005)

Peter Bichsel (*1935)

  • Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen (1964)
    • 21 Geschichten aus dem Alltag.
    • Haben die beschriebenen Personen Wünsche? Was tun sie zu ihrer Erfüllung? Ist etwas besonderes an der Sprache? Könnten die Geschichten auch in einem anderen Land spielen? Zu einer anderen Zeit?

Silvio Blatter (*1946)

  • Zwölf Sekunden Stille (2004)

Hans Boesch (1926–2003)

  • Der Sog (1988)
    • Ein Junge erzählt vom Leben zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem Schweizer Dorf in Grenznähe.
    • Könnte die Geschichte so auch von einem Erwachsenen erzählt werden?

Ulrich Bräker (1735–1798)

  • Der arme Mann im Tockenburg (1781–85)
    • Die Autobiografie eines Bauern, der weit herum gekommen ist.
    • Was hat Bräker am Erfolg im Leben gehindert?

Hermann Burger (1942–1989)

  • Schilten (1976)

Alex Capus (*1961)

Martin R. Dean (*1955)

  • Die Ballade von Billie und Joe (1997)
  • Meine Väter (2003)

Friedrich Dürrenmatt (1921–1990)

  • Der Richter und sein Henker (1952)
    • Ein Kriminalkommissar wird mit einer alten Geschichte konfrontiert.
    • Wer gewinnt?
  • Der Verdacht (1953)
  • Die Panne (1956)
    • Ein Reisender trifft auf pensionierte Juristen, die mit ihm gemeinsam ein Spiel spielen: Sie richten über sein bisheriges Leben.
    • Ist der Reisende schuldig? Was ist der Unterschied zu einem Krimi? Welche Versionen des Schlusses der Erzählung gibt es noch (Hörspiel, Bühnenfassung)?
  • Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman (1958)

Urs Faes (*1947)

  • Und Ruth (2001)
    • Ein Mann erinnert sich an die Zeit als Schüler in einem Internat.

Jürg Federspiel (1931–2007)

  • Die Ballade von der Typhoid Mary (1982)
    • Eine junge Emigrantin (Mary) reist nach New York und steckt andere Menschen mit Typhus an, ohne selbst zu erkranken.
    • Was ist eine Ballade?

Max Frisch (1911–1991)

  • Stiller (1954)
    • Ein Mann und seine Identität (Beginn: «Ich bin nicht Stiller»!).
    • Sind Stiller und White derselbe Mensch? Was wollen sie?
  • Homo Faber (1957)
    • Ein rationaler Mann verliebt sich in seine ihm unbekannte Tochter, die kurz darauf ums Leben kommt.
    • Was bedeutet «Homo Faber» (lat.)? Wer leidet an der Geschichte Fabers alles? Wer ist schuld?

Friedrich Glauser (1896–1938)

  • Gourrama. Ein Roman aus der Fremdenlegion (1930)
    • Ein Mann beschreibt das Leben als Fremdenlegionär in der Wüste Marokkos.
    • Was wusste Friedrich Glauser über die Fremdenlegion?
  • Wachtmeister Studer (1936)
    • Wachtmeister Studer versucht einen Mord aufzuklären, an dessen Aufklärung nicht einmal die Angehörigen interessiert sind.
    • Wie weit passt das Bild des Wachtmeister Studers zum Klischee eines Detektiven? Hat Studer Fehler oder Schwächen?

Jeremias Gotthelf (Albert Bitzius) (1797–1854)

  • Der Bauern-Spiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben (1837)
    • Als Autobiographie ausgegebene Geschichte eines Armen, vom Leben als «Verdingbub», der von Hof zu Hof als Arbeitskraft «verdingt» (sozusagen vermietet) wird, bis zum Erwachsensein.
    • Was ist im Titel mit «Spiegel» gemeint? Wieso war der Roman so erfolgreich? Worauf soll der Roman aufmerksam machen?
  • Die schwarze Spinne (1842)
    • In einem bäuerlichen Dorf wütet die «schwarze Spinne» und bringt Tod und Verderben.
    • Wofür steht die «schwarze Spinne»? Wie steht es mit Schuld und Verantwortung?

Ernst Halter (*1938)

  • Die Stimme des Atems. Wörterbuch einer Kindheit (2003)
  • Über Land. Aufzeichnungen, Erinnerungen (2007)

Eveline Hasler (*1933)

  • Anna Göldin, letzte Hexe (1982)
    • Die Geschichte der letzten in der Schweiz als «Hexe» zum Tode verurteilten Frau.
    • Wer ist woran schuld?
  • Die Vogelmacherin (1997)
  • Die Wachsflügelfrau (1998)
    • Der ersten Frau, die in Zürich Jus studierte, wurde der Beruf als Juristin verweigert.
    • Worauf spielt «Wachsflügelfrau» an? Wann haben die Frauen in der Schweiz dass Stimm- und Wahlrecht erhalten?

Franz Hohler (*1943)

  • Die Rückeroberung (1982)

Thomas Hürlimann (*1950)

  • Das Gartenhaus (1989)
    • Ein älteres Ehepaar gefährdet die eigene Beziehung nach dem Tod des Sohnes.
    • Woran scheitern die beiden beinahe? Welche Rolle übernimmt das Gartenhaus?

Meinrad Inglin (1893–1971)

  • Drei Männer im Schneesturm
  • Das gefrorene Herz. Erzählung
  • Der schwarze Tanner. Erzählung
  • Urwang (1954)
    • Am Schicksal eines Bergtals, das in einem Stausee ertränkt wird, zeigt Inglin den immer noch aktuellen Konflikt zwischen Natur und Technik auf.

Gottfried Keller (1819–1890)

  • Die Leute von Seldwyla. Erzählungen (1855/6 und 1873)

Hugo Loetscher (1929–2009)

  • Der Immune (1975)
  • Der Waschküchenschlüssel und andere Helvetica (1982; Neuausgabe: Der Waschküchenschlüssel oder Was – wenn Gott Schweizer wäre)
    • Kurzgeschichten aus der Schweiz.
    • Werden in den Geschichten nur Klischees behandelt?
  • Saison (1995)
    • Ein Maturand im Zwischenjahr

Cécile Ines Loos (1883–1959)

  • Der Tod und das Püppchen (1939)
    • Kindheit eines Pflegekindes in einer Anstalt. Trotz schwieriger Umstände wird aus dem Mädchen eine selbständige Frau.
    • Wodurch wird die Selbständigkeit des Mädchens bewahrt?

Urs Mannhart (*1975)

  • Luchs (2004)

Niklaus Meienberg (1940–1993)

  • Reportagen aus der Schweiz (1974)
  • Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. (1974)
    • Der Autor untersucht die offizielle Erschiessung eines «Landesverräters» in der Schweiz während dem Zweiten Weltkrieg.
    • Ist der Begriff «Reportage» zutreffend? Wo liegen die Sympathien des Autors? Ist der Text «objektiv»; will er das sein?
  • Es ist kalt in Brandenburg. Ein Hitler-Attentat (1980)

Gerhard Meier (1917–2008)

  • Ob die Granatbäume blühen (2005)
    • Abschiedsmonolog des Autors an seine verstorbene Frau Dorli: «Diese Gartenschuhe stelle ich manchmal ein bißchen zur Seite, um herangewehtes Laub wegzuwischen, Halme, trockene Erde. Dann stelle ich sie wieder hin, deine Schuhe, unter den Tisch mit den zu kurzen Beinen, auf dem sich immer noch die goldfarbene Schuhschachtel befindet, voller Wäscheklammern, mit denen du Bettzeug, Tischtücher, Hemden festgemacht hast an der Leine im Schuppen, auch an jener im Freien.»

Pascal Mercier (Peter Bieri, *1944)

  • Nachtzug nach Lissabon (2004)

Clemens Mettler (*1936)

  • Der Glasberg (1968)
    • Freie Assoziationen mit eingestreuten Teilen von Realität.
    • Wie geht das Märchen, auf das der Titel anspielt, weiter?

Adolf Muschg (*1934)

  • Mitgespielt (1969)
    • Kriminalroman aus dem Umfeld einer Schulklasse
    • Wieso der Titel?
  • Liebesgeschichten (1972)

Paul Nizon (1929)

  • Das Jahr der Liebe (1981)

Kuno Raeber (1922–1992)

  • Sacco di Roma / Wirbel im Abfluss (1989)
    • Manfred Papst in NZZ am Sonntag, Literaturbeilage, 29. Mai 2011: «Er arbeitet mit Sprachkaskaden, die einen ungeheuren Sog entwickeln. Am überzeugendsten tut er das im Roman «Wirbel im Abfluss» (1989), einem Weltuntergangs-Spektakel, das ursprünglich unter dem Verleger-Titel «Sacco di Roma» erscheint. Man kann die damaligen Nöte Egon Ammanns verstehen: «Wirbel im Abfluss» kann unfreiwillig komisch klingen. «Sacco di Roma» wirkt unverfänglicher und zudem gebildet, deckt aber nur einen kleinen Teil des Romangeschehens ab. Dieses nämlich konzentriert sich keineswegs auf die Plünderung Roms durch deutsche Landsknechte im Jahr 1527, sondern fährt mit der Kulturgeschichte von zwei Jahrtausenden Karussell. Man hat diesen Roman übrigens immer wieder gern als möglicherweise genial, aber unlesbar taxiert, weil er auf 270 Seiten ohne Punkt auskommt. Er ist aber durchaus strukturiert und keineswegs schwer zu lesen. Man muss nur etwas Neugier mitbringen und ihm eine Chance geben!»

Hansjörg Schertenleib (*1957)

  • Der Glückliche (2005)

Hansjörg Schneider (*1938)

  • Hunkeler macht Sachen (2004)

Ruth Schweikert (*1965)

  • Erdnüsse. Totschlagen (1994)
    • Verschiedene Kurztexte.
    • Gehören die erzählten Geschichten in eine bestimmte Zeit, an einen bestimmten Ort?

Christoph Simon (*1972)

  • Franz oder Warum Antilopen nebeneinander laufen (2001)
    • «Ich war Gymnasiast und kiffte. Ich kam aus dem Kiffen gar nicht mehr heraus, und wenn ich nicht gerade eine Socke missbrauchte, die Klasse wiederholte oder bei den Eltern im Lerchenfeld das Bewusstsein verlor, dann kiffte ich […].» (Anfang)

Peter Stamm (*1963)

  • Agnes (1998)
    • Ein Mann schreibt für seine neue Bekanntschaft die Geschichte, die er gerade mit ihr erlebt. Irgendwann fallen Gegenwart und Beschriebenes ineinander.
    • Was bewirkt die Liebe, was die Geschichte?
  • An einem Tag wie diesem (2006)
    • Ein Mann sucht nach seiner ehemaligen Geliebten, begegnet sich dabei aber immer wieder selber.
  • Wir fliegen. Erzählungen (2008)
    • «Wie sich fragile Seelen durch das Reich der Zufälle tasten, das ihr Dasein ausmacht, davon berichtet Peter Stamm. Alle Geschichten streifen Ungreifbares, stecken voller Süchte und Sehnsüchte, Gefahren und Tücken. Der so geheimnisvoll zu erzählen weiss und dabei die Hinterhältigkeit alltäglicher Situationen aufdeckt, ist ein aufrührender Deuter heutiger Versuche, sich im Leben einzurichten.» (Beatrice von Matt in NZZ, 5.4.2008)

Beat Sterchi (*1949)

  • Blösch (1983)
    • «1983 erschienen und dieses Jahr [2007] endlich gelesen. Zweimal.» (Kuno Launer, Züri West, Sonntagszeitung, 23.12.2007)

Erhard Stocker (*1951)

Martin Suter (*1948)

  • Small World (1997)
    • Ein Mann erinnert sich bei zunehmender Demenz (Alzheimer-Erkrankung) plötzlich an Ereignisse aus seiner frühesten Kindheit. Einigen scheint das überhaupt nicht zu passen.

Aglaja Veteranyi (1962–2002)

  • Warum das Kind in der Polenta kocht (1999)

Robert Walser (1878–1956)

  • Der Gehülfe (1908)
    • Der Erzähler wird als Bürohilfskraft bei einem erfolglosen Erfinder in einer Villa eingestellt. Er begleitet seinen Niedergang.
    • Wieso bleibt der «Gehülfe» beim Erfinder? Wieso greift er nicht ein?
  • Jakob von Gunten. Ein Tagebuch (1909)
    • Ein Junge in einem sich auflösenden Internat.
    • Wie zeigt sich die Entwicklung Jakobs?

Otto F. Walter (1928–1994)

  • Der Stumme (1959)
    • Ein stummer Sohn versucht, wieder mit seinem Vater Kontakt aufzunehmen.
    • Was ist das erste, das der Stumme wieder rufen kann? Wie wirken die verschiedenen Erzähl-Perspektiven?
    • Kritik NZZ, 7./8. März 2009 (RTF)
  • Zeit des Fasans (1988)
  • Die verlorene Geschichte (1993)

Markus Werner (*1944)

  • Zündels Abgang (1984)
    • Nacherzählung vom (freiwilligen?) Abgang eines Mannes.
    • Wieso geht Zündel ab? Was könnte ihn aufhalten? Wer oder was trägt die Schuld an Zündels Abgang?
  • Bis bald (1992)
    • Ein Mann steht vor der Entscheidung seines Lebens. Sie fällt ihm nicht leicht.
    • Wieso fällt der Entscheid so aus, wie er ausfällt? Was gibt es für Gründe? Was gäbe es für Gründe, um sich anders zu entscheiden?

Urs Widmer (*1938)

  • Der blaue Siphon (1992)
    • Ein Mann kehrt – als Erwachsener – plötzlich in die Welt seiner Kindheit zurück, während er – als Kind – plötzlich die Gegenwart erlebt.
    • Welche Möglichkeiten eröffnet die Grundgeschichte?

Fritz Zorn (1944–1976)

  • Mars (1977)
    • «Ich bin jung, reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein»: Der krebskranke Autor erzählt seine Lebensgeschichte, die er für seinen zu erwartenden Tod verantwortlich macht.
    • Was ist der Antrieb des Autors zum Schreiben?